The Consumer Choice Blog

Archive for the 'Neuigkeiten zur Kampagne' Category

Verbraucher und Online-Händler berichten von aktuellen Hindernissen beim Online-Handel

ConsumerChoice_Stop

Der Erfolg unserer Kampagne für mehr Verbraucher-Wahlfreiheit hängt nicht zuletzt von Ihrer Beteiligung ab. Ihre konkreten Erfahrungen mit nicht nachvollziehbaren, unfairen Beschränkungen beim Online-Handel helfen uns, die Nachteile der aktuellen Gesetzgebung für die Verbraucher zu verdeutlichen.

Deshalb bitten wir Sie auch weiterhin, uns von ihren Erlebnissen beim Online-Handel zu berichten. Inzwischen haben uns erste Reaktionen erreicht.

Schon fast zu erwarten war, dass sich weitere Händler melden würden, die mit Taschen, Rucksäcken und Schulranzen handeln. Die Firma Sternjakob scheint weiterhin zu versuchen, den Online-Handel mit Produkten der Marken Scout und 4You zu unterbinden und jeder einzelne Händler scheint sich sein Recht dagegen erstreiten zu müssen.

Ein anderer Fall betrifft den grenzüberschreitenden Handel. Ein Verbraucher schreibt uns, dass es derzeit offenbar nicht möglich ist, bestimmte Fernseher, die bei Amazon Deutschland gelistet sind, von Österreich aus zu bestellen.

Eine besonders kurioser Fall betrifft einen namhaften Hersteller von Damenhandtaschen. Ein junge Mutter wurde nur deswegen abgemahnt, weil sie eine zu Werbezwecken von diesem Hersteller mit seinem Logo versehene Baby-Trinkflasche bei eBay privat zum Verkauf angeboten hatte. Zum Glück konnte der Fall ohne Kosten für die Frau geklärt werden.

Wie eine Flasche Parfum den EU-Bürgern ihre Verbraucher-Wahlfreiheit rauben könnte

Lock and secure
[Disclosure: Die Kampagne für Verbraucher-Wahlfreiheit wird von eBay unterstützt]

Vielleicht haben Sie heute schon die Nachricht gehört, dass eBay vom Handelsgericht in Paris ein Ordnungsgeld von 1,7 Millionen Euro auferlegt wurde, weil das Unternehmen einer Unterlassungsverfügung, die im vergangenen Jahr erlassen wurde, nicht entsprochen hätte. Die Unterlassungsverfügung hindert die französischen eBay-Nutzer daran, authentische Parfumprodukte von Christian Dior, Kenzo, Givenchy und Guerlain auf jeder eBay-Seite weltweit zu kaufen und zu verkaufen.

In seiner offiziellen Stellungnahme sagte eBay, dass es der Unterlassungsverfügung entsprochen und Angebote authentischer LVMH-Produkte aus seinen Seiten herausgefiltert hätte. Das Unternehmen führte weiter aus, dass die Entscheidung ein Schlag gegen die Verbraucherrechte der Bürger in ganz Europa ist und die Verbraucher-Wahlfreiheit beim Online-Handel einschränkt.

Die Konsequenz des Urteils – zumindest in Frankreich – ist, dass jeder, der ein Parfumprodukt von LVMH kauft, nicht das Recht hat, es wieder über Internet-Seiten wie eBay zu verkaufen. Das Urteil widerspricht der grundlegenden Idee des europäischen Binnenmarkts: Freier Handel und die Möglichkeit, grenzüberschreitend in ganz Europa Produkte zu kaufen und zu verkaufen.

Frank Weyermann von Onlinemarktplatz schreibt zu der Entscheidung:

„Es handelt sich hier schlichtweg um eine Handelsbeschränkung seitens der Hersteller, die eigentlich durch das europäische Gesetz verboten werden müsste. Das Urteil protegiert nur die Hersteller, die nun weiterhin ihre Preise so hoch ansetzen können wie sie möchten, um einen realen Wettbewerb zu vermeiden.“

„Durch den stark wachsenden globalen Handel und die neuen Möglichkeiten des Internet waren in den vergangenen Jahren viele neue Gegebenheiten zu berücksichtigen und die Markenhersteller haben teilweise durch die für Sie offensichtlich “plötzlich auftretende” Preistransparenz die bis dahin hohen Erträge schwinden sehen und versuchen nun, ihre strategischen Versäumnisse durch in meinen Augen unrechtmäßige Regulierungen der Märkte auszubügeln.“

„Haben wir nicht aus der Vergangenheit gelernt, dass jedwede Überregulierung oder massive Eingriffe in Märkte im Chaos enden und dauerhaft nicht funktionieren? Diesen Hersteller offenbar nicht! Bleibt zu hoffen, dass die potentiellen Kunden diese ungerechtfertigte Abschöpfung erkennen, dementsprechend handeln und die Produkte dieser Hersteller so lange aus Ihrem Warenkorb entfernen, bis die Märkte wieder unreguliert funktionieren können.“

In einer Stellungnahme legt Alex von Schirmeister, der General Manager von eBay in Frankreich dar, dass das Urteil direkte Auswirkungen auf die Verbraucher hat und es wahrscheinlich ist, dass es von übergeordneten Gerichten aufgehoben wird. Die komplette Stellungnahme ist unten zu finden und die vollständige Mitteilung von eBay zu der Entscheidung hier:

„Die heutige Entscheidung schadet den Verbrauchern, die daran gehindert werden, authentische Produkte im Internet zu kaufen und zu verkaufen. Die Unterlassungsverfügung stellt einen Missbrauch selektiver Vertriebssysteme dar. Sie wird benutzt, um einschränkende Vertriebsverträge durchzusetzen. Das ist wettbewerbsschädigend.“

„Wir gehen davon aus, dass die übergeordneten Gerichte diese Entscheidung aufheben und gewährleisten werden, dass E-Commerce-Unternehmen wie eBay Käufern und Verkäufern auch zukünftig als Plattformen dienen, um mit authentischen Produkten zu handeln.“

„Angesichts der Tatsache, dass eBay der Unterlassungsverfügung nachgekommen ist, ist die Ordnungsstrafe selbst unverhältnismäßig. Sie ist in keinster Weise im Einklang mit den juristischen Erfolgen von eBay in Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Belgien und den USA.“

eBay plant gegen die ursprüngliche Unterlassungsverfügung von LVMH Berufung einzulegen. Die Verhandlungen dazu sind im Frühjahr 2010 angesetzt. Die Kampagne für Verbraucher-Wahlfreiheit wird detaillierter über diese Entscheidungen informieren, sobald genauere Information vorliegen.

Danke für Ihre Unterstützung unserer Petition!

Posters in Germany

Im vergangenen Juli hat eBay mit dem Start einer Petition die EU-Bürger aufgerufen, ihre Stimme für ihr Recht auf freien Internet-Handel einzusetzen. Derzeit erlaubt die EU-Gesetzgebung Markeninhabern und Unternehmen, den Kauf und Verkauf ihrer Produkte im Internet blockieren. Das Ergebnis sind eingeschränkte Verbraucher-Wahlfreiheit und ein erschwerter Zugang zu preisgünstigen Waren über das Internet.

Derzeit wird die relevante gesetzliche Grundlage von der EU-Kommission überarbeitet. Vor diesem Hintergrund haben wir am 16. September das Ergebnis unserer Petition im EU-Parlament übergeben, verbunden mit dem Appell an die EU, die Meinung der EU-Bürger, die online kaufen oder verkaufen, zu berücksichtigen. Über 750.000 von Ihnen haben die Petition unterschrieben und damit ein klares Signal an die EU-Politiker gesendet.

Wir hoffen, dass die EU-Kommission diesem deutlichen Aufruf für freien und fairen Online-Handel folgt. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass auch weiterhin Sachverhalte aufkommen werden, die die Verbraucher-Wahlfreiheit gefährden.

Die Verbraucherschutz-Kommissarin Meglena Kuneva kommt in mehreren neuen Gutachten und Berichten der Kommission zum gleichen Ergebnis. Die Kampagne für Verbraucher-Wahlfreiheit wird diese Themen deshalb weiterhin sorgfältig verfolgen und sich für Verbraucher-Wahlfreiheit in ganz Europa einsetzen. Dabei setzen wir auch auf Ihre Beteiligung und Unterstützung.

Für weitere Informationen über die Kampagne für Verbraucher-Wahlfreiheit schauen Sie bitten unseren kurzen Film, der in gut 60 Sekunden erklärt, worum es bei der Kampagne geht. Darüber hinaus finden Sie uns bei Flickr, Twitter, Facebook und Youtube. Oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed, um die Entscheidungen der EU-Kommission und unsere Kampagne weiter zu verfolgen.

Die Kampagne für Verbraucherwahlfreiheit sagt Danke! für Ihre Unterstützung.

Sagen Sie “Ja” zu freiem Online-Handel

eBay Consumer Choice petition poster: Germany

Schon über 750.000 Menschen aus ganz Europa, darunter allein 200.000 aus Deutschland, haben unsere Petition unterschrieben und sagen “Ja” zu freiem Online-Handel und mehr Verbraucher-Wahlfreiheit.

Kein Grund inne zu halten. Die EU-Kommission berät weiterhin über die Vertikale Gruppenfreistellungsverordnung. Wir möchten, dass so viele Menschen wie möglich ein klares Signal nach Brüssel senden, dass auch noch mehr deutsche Verbraucher die Forderung nach fairem Handel und mehr Wahlfreiheit im Internet unterstützen.

Wir brauchen Ihre Hilfe bei der Sicherung des freien Internet-Handels und der Verteidigung Ihres Verbraucher-Rechts, Ihre bevorzugten Produkte online kaufen zu können. Unterschreiben Sie unsere Petition hier auf www.ebaycampaigns.com/de.

Im Zuge der Kampagne fordert eBay bessere Bedingungen für grenzüberschreitenden Internet-Handel, mehr Verbraucher-Wahlfreiheit und die Gleichbehandlung von Online- und Offline-Vertriebskanälen.

In der Petition geht es um einen in der Öffentlichkeit wenig diskutierten Teil der EU-Wettbewerbsregeln. 750.000 Unterschriften zeigen umso mehr, wie wichtig das Thema für Verbraucher und Online-Händler ist.

Haben Sie eine eigene Internetseite oder ein Blog? Das hier eingebundene Plakat und weitere Motive finden Sie in unserem Fotostream bei Flickr. Verwenden Sie das Material gerne, wenn Sie über unsere Kampagne berichten.

Willkommen bei unserer Kampagne für mehr Verbraucher-Wahlfreiheit

Willkommen auf der Internetseite unserer Kampagne für freien Internet-Handel und mehr Verbraucher-Wahlfreiheit – oder wie es englisch heißt: „Consumer Choice“. Wir werden die Seiten in den kommenden Wochen um weitere Inhalte ergänzen. Aber schon jetzt wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick geben, worum es bei dieser Kampagne geht.

Die Kampagne wurde von dem Online-Marktplatz eBay ins Leben gerufen, weil wir es für falsch halten, dass die aktuelle EU-Gesetzgebung es Unternehmen erlaubt, den Internet-Handel mit ihren Produkten zu blockieren. Dies betrifft sowohl neue als auch gebrauchte Ware.

Wir haben Menschen aus ganz Europa gefragt, ob sie solche Praktiken ebenfalls als unfair empfinden. Mehr als 750.000 Personen haben diese Frage bejaht, indem sie unsere Online-Petition unterschrieben haben. Die Petition haben wir am 16. September im Rahmen einer Veranstaltung im Europäischen Parlament in Straßburg der Europäischen Union übergeben.

Die Übergabe war ein starkes Signal an den EU-Gesetzgeber. Einige kleine Unternehmen, die eBay als Verkaufsplattform nutzen, haben von den Einschüchterungsversuchen verschiedener Markenhersteller berichtet, mit denen versucht wird, diesen Händlern die Grundlage für ihr Geschäft zu entziehen. Mehrere EU-Parlamentarier waren zugegen. Sie unterstützen uns bei dem Appell an die EU, die Gesetze so anzupassen, dass sie den Anforderungen des Internetzeitalters gerecht werden. Das gemeinsame Ziel: Den Verbrauchern größtmögliche Produktauswahl zu den bestmöglichen Preisen zu eröffnen.

Das oben eingebundene Video erläutert unsere Kampagne in 60 Sekunden. Viel Spaß beim Anschauen.

In den nächsten Tagen werden wir auch Videomaterial von der Übergabe-Veranstaltung im EU-Parlament veröffentlichen. Abonnieren Sie einfach unseren RSS-Feed, um jederzeit aktuell über Neuigkeiten im Rahmen der Kampagne informiert zu werden.