Sie sind über die Weltwirtschaft besorgt? Das sollten Sie auch sein, sofern Sie sich an der weltweiten Berichterstattung orientieren. Umso schöner ist es da doch, dass man wenigstens über eine Branche berichten kann, die wächst – und umso erstaunlicher, dass die EU entschlossen scheint, dieser zu schaden.
Der Wachstumsbereich ist der Online-Handel. Jüngst veröffentlichte Daten des renommierten Marktforschungsinstituts Forrester weisen ein zweistelliges Wachstum für die Branche über die nächsten fünf Jahre für Amerika und das westliche Europa aus. Amerikanische Online-Händler werden im Durchschnitt um 10 Prozent pro Jahr für das nächste halbe Jahrzehnt wachsen, während die Europäer dies sogar mit 11 Prozent überbieten werden. Frankreich wird sich mit 13 Prozent besonders gut entwickeln, gefolgt von einem Wachstum in Großbritannien von 10 Prozent und Deutschland mit 9 Prozent.
Forrester ist der Überzeugung, dass nur dadurch das Meiste aus dem Wachstum gemacht werden kann, wenn die Online-Händler ihren Käufern die Wahl überlassen, wie diese Produkte erwerben möchten. Dies bezieht sich auf jede Art des Online-Kaufs einschließlich Handys, vielleicht sogar das neue Apple-Gerät und die auf dem Markt befindlichen PCs. Eine Vielfalt an Möglichkeiten für den Kauf ist der einzige Weg, wie Verbraucher an bestimmte Produkte herankommen, so die Analysten. Die Präsenz der Online-Händler steigert das Angebot – so einfach ist das.
Daraus wird sich eine Wachstumsexplosion ergeben: Die durchschnittlichen Ausgaben eines Online-Käufers betrugen €483 im Jahr 2009 und werden sich auf €601 im Jahr 2014 belaufen, wobei Bücher, Tickets und Kleidung das Feld anführen.
Ein solches Wachstum wird zweifellos eine tragende Rolle spielen, wenn es darum geht, die westliche Welt aus der Rezession zu führen. Deswegen ist es für die Kampagne für die Wahlfreiheit der Verbraucher unverständlich, dass sich in den kommenden Wochen neue Gesetze abzeichnen, die das Wachstum der Online-Unternehmen einschränken könnten, indem die Händler auch in stationäre Ladengeschäfte investieren müssten, um bestimme Waren anbieten zu können.
Wir hoffen inständig, dass die geplanten Gesetze angepasst werden, um es den Online- und Offline- Händler und denjenigen Anbietern, die beide Handelskanäle nutzen, zu ermöglichen, fair und ohne Einschränkung miteinander in Wettbewerb zu stehen. Denn dies kommt allein dem Verbraucher zu Gute.









