Ihre freie Wahl ist in Gefahr!

Nun ist es offiziell – über die Hälfte der Bevölkerung konsultiert das Internet, um Preise zu vergleichen, bevor sie Waren einkauft, gleichgültig ob online oder in einem Ladengeschäft. Eine neueste Untersuchung des Verbandes BITKOM ergab, dass  55% der Befragten sich im Internet vor einem Kaufentschluss informieren.

Die Befragung (von Personen über 14 Jahren) ergab, dass die Befragten online nicht nur nach Preisen, sondern auch nach Bewertungen andere Nutzer suchen. Insbesondere ältere Menschen lassen sich von der Meinung anderer Nutzer beeinflussen.

Auch wenn andere Informationsquellen, wie etwa Meinungsforen, etwas weniger genutzt werden ist der Trend doch klar: das Internet ist eine Hauptquelle für Menschen, die etwas kaufen möchten.
Diese Freiheit und Transparenz sind momentan in Gefahr bei der Überarbeitung der Gruppen-Freistellungsverordnung. Darüber haben wir schon berichtet (LINK). Die neuesten Regelungen ermöglichen es Markenherstellern solche Händler nicht zu beliefern, die kein Ladengeschäft betreiben.

Dass dies wenig Sinn macht, liegt auf der Hand. Einem Käufer in London ist es egal, ob der Verkäufer ein Ladengeschäft in Oslo betreibt, und er wird sich auch sehr wundern, dass die Existenz eines solchen Geschäfts, das hunderte von Kilometern entfernt liegt, letztlich entscheidend dafür ist, ob er verschiedene Angebote im Internet erhalten und damit vergleichen kann.

Es handelt sich also hier um ein wichtiges und zugleich gefährliches Gesetzgebungsverfahren – und es sind nur noch wenige Tage in denen Sie Ihre Meinung kundtun können.

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